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Pflege braucht Verlässlichkeit und gute Rahmenbedingungen – keine politischen Entscheidungen, die am Ende zulasten der Menschen gehen.

Pflege ist eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft. Tag für Tag sorgen Pflegekräfte, Angehörige und soziale Träger dafür, dass Menschen gut versorgt und begleitet werden. Dieses Engagement verdient Anerkennung, Verlässlichkeit und eine Politik, die die Pflege stärkt statt schwächt – und das nicht nur am Tag der Pflege.

Vor diesem Hintergrund blickt Bastian Pallmeier, Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann, mit Sorge auf die aktuellen Reformüberlegungen in der Pflegepolitik. Anlässlich des Tags der Pflege am 12. Mai 2026 warnt die Freie Wohlfahrtspflege NRW vor geplanten Einschnitten, die Pflegebedürftige, Angehörige und Mitarbeitende zusätzlich belasten könnten.

Die vorgesehenen Reformen könnten unter anderem zu steigenden Eigenanteilen für Pflegebedürftige sowie zu einer geringeren finanziellen Absicherung von Pflegeleistungen führen. Auch mögliche Einschränkungen bei der Refinanzierung tariflicher Löhne in der ambulanten Pflege werden kritisch gesehen. Damit stehen nicht nur die Attraktivität der Pflegeberufe, sondern auch die Versorgungsqualität insgesamt auf dem Spiel.

„Pflege braucht Verlässlichkeit und gute Rahmenbedingungen – keine politischen Entscheidungen, die am Ende zulasten der Menschen gehen, die Pflege benötigen oder leisten“, so Bastian Pallmeier. Die Situation in der Pflege ist bereits heute angespannt: steigender Bedarf, hohe Belastungen im Alltag und ein spürbarer Fachkräftemangel prägen den Arbeitsbereich. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen gezielt zu stärken.

Die Freie Wohlfahrtspflege in Nordrhein-Westfalen steht dabei für eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe: Rund 750.000 Mitarbeitende unterstützen täglich Menschen in allen Lebenslagen und erreichen mit ihren Angeboten jährlich etwa 6 Millionen Menschen. Neben der konkreten sozialen Arbeit übernehmen die Träger eine wichtige Mittlerrolle zwischen Gesellschaft, Politik und Verwaltung, indem sie soziale Entwicklungen benennen und den Dialog für gemeinsame Lösungen fördern.

„Zum Tag der Pflege“, so Pallmeier weiter, „richte ich meinen persönlichen Dank an alle Mitarbeitenden in der Pflege: Ihr täglicher Einsatz, ihre Fachlichkeit und ihre Menschlichkeit bilden die Grundlage dafür, dass Pflege überhaupt möglich ist. Dieser Dank gilt nicht nur an diesem besonderen Tag, sondern an jedem einzelnen Tag im Jahr.“

 

 

Kontakt
Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann
Bismarckstr. 39
40822 Mettmann

 

Bild: © Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann

 

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